Auftragsstatus
Persönliche Beratung
0441 18131902

Fototipps

Im Fokus: Der Fokus

Wie gut ein Foto am Ende ist, darüber entscheidet nicht nur das Motiv selbst, sondern auch die Technik. Ein wichtiges Kriterium ist die Schärfe des Bildes, die der Fotograf bereits durchs Fokussieren bestimmt. Wir verraten Ihnen, worauf es dabei ankommt.

Der Vordergrund gestochen scharf, der Hintergrund schön unscharf. Um diesen Effekt zu erreichen, müssen Sie Ihr Motiv – im wahrsten Sinne des Wortes – in den Fokus rücken. Das funktioniert natürlich manuell und Profis können sich einmal daran versuchen. Aber zum Glück hilft auch der Autofokus der Kamera mit verschiedenen Finessen weiter - ein sinnvolles Werkzeug für Einsteiger. Je nach Motiv gibt es trotz technischer Unterstützung ein paar Feinheiten zu beachten.

Porträts: Die Augen scharfstellen

Auf jeweils ein Auge zweier nebeneinander liegender Gesichter fokussiert.
Porträtiert: Die Augen im Fokus behalten. Aufnahme-Details: Blende: f/4.5, Belichtungszeit: 1/100 s, ISO: 200, Brennweite: 105 mm.

Bei Porträts gibt es einen Bereich, der scharf sein sollte: die Augen. Also sollten Sie unbedingt darauf fokussieren. Beim Smartphone funktioniert das durch ein kurzes Antippen der entsprechenden Partie des Bildes. Bei einer Kamera empfiehlt sich der Spot- oder Punkt-Autofokus: Auge ins Zentrum nehmen, Auslöser halb drücken, dann Kamera schwenken, um die gewünschte Bildkomposition zu erzielen, erst dann den Auslöser ganz durchdrücken. Tipp: Neuere Kameras bieten einen speziellen Augen-AF-Modus.

Bewegtbilder: Die Intelligenz der Kamera nutzen

Ein Schwimmer mit Badekappe und Schwimmbrille bewegt sich in der Schmetterlingstechnik auf den Betrachter zu.
Der Autofokus hilft besonders bei anspruchsvollen Bewegtbildern. Aufnahme-Details: Blende: f/2.8, Belichtungszeit: 1/500 s, ISO: 500, Brennweite: 135 mm.

Die meisten Fotomotive, die wir alltäglich aufnehmen, sind statisch. Wer aber beim Sport fotografiert oder zum Beispiel die eigenen Kinder gekonnt einfangen will, der muss im entscheidenden Moment auslösen und sich auf seine Kameraeinstellungen verlassen. Mit der Autofokus-Einstellung AF-C („continuous“) stellt die Kamera, während man den Auslöser halb gedrückt hält, einen zuvor fokussierten Bereich bis zum Auslösen permanent scharf. Um Bewegungen einzufrieren, ist zusätzlich eine kurze Belichtungszeit nötig. Im Bild oben ist es eine Fünfhundertstel-Sekunde (1/500).

Landschaft und Architektur: Maximale Schärfentiefe

Eine farbenfrohe Berglandschaft unter einer Wolkenformation spiegelt sich in einem See.
Wundervolle Natur: Detailreiche Aufnahme mit größer Schärfentiefe. Aufnahme-Details: Blende: f/14, Belichtungszeit: 1/15 s, ISO: 250, Brennweite: 17 mm.

Damit alles scharf abgebildet wird, spielen die kurze Brennweite (weiter Ausschnitt) und die geschlossene Blende zusammen. In unserem obigen Beispiel wurde auf etwa ein Drittel des Bildausschnitts fokussiert, idealerweise mit Punkt-AF und manueller Wahl der Blende. Wählen Sie keine zu große Blendenzahl: Je nach Objektiv verliert das gesamte Bild oberhalb von Blende 16 an Schärfe.

Im Zweifel probieren Sie es einfach einige Male aus und kontrollieren die Bilder ab und an auf dem Display, indem Sie den fraglichen Ausschnitt vergrößern. Wenn Sie noch nicht zufrieden sind, machen Sie ein neues Foto – Landschaften oder Gebäude sind schließlichein paar Minuten später auch noch da. Apropos Architektur und Baukunst: Weitere hilfreiche Tipps speziell zur Architekturfotografie finden Sie hier.

Offen bleiben: Unschärfe hat auch ihren Charme

Wichtig bei der Fotografie: Bleiben Sie flexibel! Obwohl der Fokus im Moment des Abdrückens vielleicht einmal vermeintlich "falsch" justiert ist, können die entstandenen Fotos dennoch einen ganz besonderen Charme haben. Denn Atmosphäre, Stimmung und die Fantasie des Betrachters sind es mindestens genauso wert, in den Mittelpunkt zu rücken. Vertrauen Sie einfach auf Ihren Geschmack!

Viel Spaß dabei!

CEWE FOTOBUCH: Geteilte Freude ist doppelte Freude

So beginnen Sie Ihr nächstes Herzensprojekt