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Fototipps

Einzigartige Fotos bei "Wind und Wetter"

Annika und Mathias Koch lassen sich von ungünstigen Wetterbedingungen nicht abhalten, sondern kreieren daraus einzigartige Fotomotive.

Von Annika Koch

Kein blauer Himmel und Sonnenschein in Sicht? Machen Sie sich keine Gedanken, denn das ist eine super Chance für außergewöhnliche Fotos. Eine dichte Nebeldecke, der dramatische Himmel nach einem Gewitter, Dunst oder diesiges, trübes Wetter: all diese Szenarien geben eine ganz besondere Stimmung wieder und heben sich von den üblichen Bildern ab. Wir verraten Ihnen unsere Tipps für derart atemberaubenden Fotos.

Auf Gewitter folgt Sonnenschein

Eine Fotografie zeigt eine weitläufigen Landschaft aus einem erhöhten Standpunkt. Es erstrecken sich sichtbare Lichstrahlen über der Landschaft, die durch die Wolkendecke vereinzelt brechen.
Wenn die Sonne nach einem Schauer durch die Wolkendecke bricht, entsteht ein magisches Naturschauspiel.

Das Sprichwort "auf Regen folgt Sonnenschein" können Sie beim Fotografieren ganz wörtlich nehmen. Das obige Foto ist in einem solchen Moment in der sächsischen Schweiz entstanden. Im strömenden Regen sind wir dafür den Gohrisch hochgestiegen, mit dem Ziel, den dramatischen Himmel nach dem mächtigen Wolkenbruch einzufangen. Während sich die Wolkendecke am Horizont langsam öffnete, wurde Dresden in der Ferne von einzelnen Sonnenstrahlen angeleuchtet und erschien uns wie im Scheinwerferlicht. Im Vordergrund thronte die Festung Königstein, während sich direkt dahinter noch das nass aus dem Himmel ergoss. Eine Dramaturgie, die sich bei Sonnenschein niemals hätte einfangen lassen.

Im unteren Bild sorgt ein sich auflösendes Gewitter für herausragendes Licht und eine spannende Stimmung. Daraus leitet sich der nächste Tipp für Sie ab: Suchen Sie sich für eine geheimnisvolle Atmosphäre ein zusätzliches, unergründliches Fotoobjekt wie in unserem Beispiel die verlassen wirkende Holzhütte.

Inmitten eines Gewitters wurden Wolken und eine Holzhütte auf einer Wiese fotografiert.
Beinahe surreal wirkt die Stimmung mit einer Gewitterzelle als Motiv.

Schlechtwetter-Fototour: Besonderheiten in Sachen Ausrüstung

  • Wenn Sie bei Regen oder feuchtem Wetter fotografieren, sollten Sie unbedingt etwas dabei haben, das Regentropfen aufsaugt, wie etwa ein Baumwoll-, Taschentuch oder Küchenrollen. Denn es ist wahrscheinlich, dass Feuchtigkeit auf der Linse landet.
  • Um die Kamera vor Regen zu schützen, können Sie spezielle Hüllen kaufen. Alternativ funktioniert der Schutz aber auch mit einem Gefrierbeutel oder - für größere Kameras - mit einer Duschhaube.
  • Nutzen Sie für das Objektiv eine Sichtschutzblende. Eigentlich gedacht, um Sonnenstrahlen nicht direkt in die Linse gelangen zu lassen, ist sie auch gegen Regentropfen sehr effektiv.
  • Denken Sie an eine Regenjacke, im besten Fall in Knallgelb oder Rot, um einen Farbklecks ins Foto zu bekommen. Außerdem eignet sie sich natürlich als Schutz, damit Sie selbst nicht allzu nass zu werden.
  • Nässe und Kälte können Motivations- und Stimmungskiller sein. Ein warmes Getränk wirkt in solchen Situationen Wunder. Packen Sie also eine Thermoskanne mit Tee, Kaffee oder warmem Wasser ein.

Nebel als Folge eines Schauers

Über eine Berglandschaft erstreckt sich eine Nebeldecke.
Mystisch zieht der Nebel über die Berglandschaft hinweg und schlängelt sich um einzelne Bergspitzen und Bäume herum.

Wir lieben es, wenn es abends oder nachts regnet. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich durch die Feuchtigkeit Morgennebel bildet. Dieser wirkt auf Fotos mystisch, magisch und geheimnisvoll. Es gibt zahlreiche Orte, die genau von dieser nebeligen Stimmung profitieren. Tipp: Bearbeiten Sie Ihr Foto im Nachhinein, denn Aufnahmen mit Nebel wirken in Schwarz-Weiß noch eindrucksvoller.

Folgendes sollten Sie beim Fotografieren von/im Nebel beachten:

  • Probieren Sie längere Belichtungszeiten aus, das sorgt für weiche Nebelschwaden.
  • Nehmen Sie möglichst auch scharf abgebildete Objekte in die Bildkomposition mit auf, da Kontraste und Konturen im Nebel schnell völlig verschwinden.
  • Begeben Sie sich für das Foto auf die Ebene des Nebels oder aber machen Aufnahmen von oben. Entscheidungskriterien sind hierbei die Dichte des Nebels sowie die Position der Sonne: Ist der Nebel undurchdringlich und scheint die Sonne auf ihn herauf oder geht gerade auf, ist der Blick/das Foto von oben besonders spannend.

Nutzen Sie die Einsamkeit

Vor dem wolkenbehangenen Königsee sitzt Annika mit dem Rücken zum Betrachter auf einem Holzzaun.
Ungemütliches Wetter sorgt für herrlich einsame Fotomomente.

Mittlerweile sind wir sogar oft froh, wenn der Himmel grau ist. Denn das bedeutet, dass an den schönen Orten, die sonst von sehr vielen Menschen aufgesucht werden, eher wenig los ist. Den Blick auf den wolkenbehangenen Königsee im obigen Bild konnten wir in trauter Zweisamkeit genießen.

So schön es ist, allein an den Orten zu sein, sorgt das Wetter trotzdem manchmal für Tristesse. Im unteren Bild, das an den Herkulessäulen in Bielatal entstanden ist, haben wir deshalb darauf geachtet, ein knalliges Kleidungsstück zu tragen. Die ansonsten sehr reduzierten Farben im Bild werden mit dem Farbklecks aufgelockert, gleichzeitig wird eine gewisse Spannung erzeugt. Beispielsweise können eine farbige Regenjacke oder ein bunter Regenschirm helfen.

Neben Herkulessäulen, spannenden Felsformationen steht eine Person, die eine gelbe Regenjacke trägt.
Die Herkulessäulen in Bielatal.

Ein finaler Tipp für Ihren persönlichen Schlechtwetter-Fotomoment: Achten Sie nicht nur auf die gesamte Landschaft, sondern auf Details in der Natur. Fotografieren Sie beispielsweise Tropfen auf Blüten und Blättern, eine Spiegelung in einer Pfütze oder auf dem Boden beziehungsweise in einem Gewässer aufschlagender Regen. Lassen Sie sich keineswegs von Wind und Wetter abhalten und gehen auf Entdeckungstour. Sie werden mit unglaublich schönen, ungewöhnlichen Bildmotiven belohnt, versprochen!

Viel Spaß wünschen Ihnen Annika und Mathias Koch

Dream Team around the World: Das Blogger-Paar

Atemberaubende Fotos und kreative Gestaltungstipps von Annika und Mathias Koch